Sommerferien

Ich bin zurück! Ich war zwei Wochen in Griechenland. Sonnig wars. Und warm. Und so, so schön! Sage ich zwar immer, wenn ich aus dem Urlaub zurückkehre. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich, je älter ich so werde, das Verreisen immer und immer besser finde. Das könnte fatal enden. Irgendwann komme ich wahrscheinlich einfach nicht mehr aus dem Urlaub zurück. Falls mich wer vermisst: ich bin auf Malle, Ponza oder Mykonos hängengeblieben, wo ich auf der Strandpromenade einen hochprofitablen Shop für Badelatschen und Beach-Ball-Sets eröffne. Mittags wäre selbstverständlich vier Stunden lang durchgehend geschlossen, damit ich ein ausgedehntes Mittagsschläfchen am Strand halten kann. Keine Angst: ich schlafe nur noch unterm Sonnenschirm. Seit meinem Dreißigsten bin ich bekennender Hautalterungsnazi und creme im Zehnminutentakt alle wichtigen Körperstellen hysterisch nach. Keine einzige meiner Falten soll später mal auf schlampigen Sonnenschutz zurückzuführen sein. Gibt ja genug andere Mittel und Wege, schleichend zu verknittern.

Auf einer Skala von eins bis zehn würde ich für Mykonos in diesem Jahr tatsächlich eine glatte “zehn” vergeben. Selbst, dass der Stromzähler in unserem Apartment der vermutlich lauteste Stromzähler der Welt gewesen ist und ich keine Nacht ohne Ohropax-Verstöpselung pennte, ändert nichts daran. Auch, dass der Türgriff in unserem Apartment beim Abschließen jedesmal abriss, störte irgendwann gar nicht mehr. Am Ende haben wir einfach nicht mehr abgeschlossen. Hat eh niemand was geklaut. Auf Mykonos sind nachts keine Einbrecher unterwegs. Alle sind schwer mit dem Raven auf wilden Beach-Parties beschäftigt. Und tagsüber kann man dem Partyvolk am Strand dann beim exzessiven Detoxen zuschauen.

Ich habe sehr viel Urlaubszeit damit verbracht, so unauffällig wie nur irgend möglich hippe Badeshorts und Espandrilles von schwulen Stylerjungs auf der Nachbarliege abzuchecken. Ich zählte schöne, definierte Muskeln und schaute mir superheiße Hair-Cuts an. Ich mag doch diese Art von lässigem Haarschnitt so gern, den jetzt alle Jungs, also auch Hetero-Jungs tragen: hinten und an den Seiten extrem kurz wegrasiert, oben ein winziges bißchen länger und das längere Haar dann zur Seite oder nach hinten streng weggekämmt. Das schaut immer sehr schön nach Achtziger und New Wave aus. An schlechten Tagen leider auch ein bißchen nach Volksarmee. Wer jetzt immer noch nicht weiß, was ich meine: man muss eigenlich nur ein Fussballspiel auf SKY SPORT einschalten, dort flitzen seit vorigem Sommer zweiundzwanzig dieser Bubi-Haarschnitte über den Kunstrasen. Super finde ich das. Fussballer sind meiner Meinung nach eh die frisurenprogressivsten Jungs, die ich so kenne. Also: Haare ab. Und das ganze dann mit einer sonnenverblichenen, pinken Badeshorts kombinieren. Ja, ich schreibe hier jetzt ganz bewusst: pink. Traut sich ja kaum ein Mann ran, an diese tolle Beach-Shorts-Farbe! Muskeln müssen gar nicht sein. So ein winziger Ansatz von Plauze stört mich persönlich ja überhaupt nicht… Ach. Hello holidays! I miss you already!

Foto: Hellopetersen auf Instagram